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Zu einer speziellen Ausbildungseinheit trafen sich 12 Mitglieder der Feuerwehr Godshorn. Im Mittelpunkt des Training stand der richtige Umgang mit einem Hohlstrahlrohr im Innenangriff. Ein Hohlstrahlrohr ist die „Allzweckwaffe“ der modernen Brandbekämpfung. Durch Einstellräder kann die Durchflussmenge sekundenschnell dem vorliegenden Brand eingestellt werden. Bei den älteren Strahlrohren gleicher Klasse konnten entweder 100 oder 200 Liter Wasser pro Minute abgegeben werden. Die Umstellung zwischen beiden Durchflussmengen ist im Gegnsatz zum Hohlstrahlrohr zeitaufwendiger. Neben der Durchflussmenge kann ebenfalls die Strahlart eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt stufenlos vom Vollstrahl bis hin zu einem Truppschutz. Gruppenführer Michael Schuster, zuständig für die Atemschutzausbildung in Godshorn, engagiert für den Trainingstag Olaf Eickmann aus Langendamm. Eickmann bildet sich selber und seine Kameraden schon seit 15 Jahren zum Thema „Vorgehen im Innenangriff“ weiter. Im Laufe der Zeit besuchte er unzählige Seminare zu diesem Thema. Sein geballtes Fachwissen gab er nun an die Kameraden aus Godshorn weiter. Beim Vorgehen, zum Beispiel bei einem Zimmerbrand, kommt es besonders darauf an, sich und sein Team, aber auch sein Equipment zu kennen und es auch richtig einzusetzen. Es ist von großer Bedeutung, sparsam mit dem Löschmittel Wasser umzugehen. Bei der Verdunstung von einem Liter Wasser entstehen etwa 1700 Liter Wasserdampf. Deshalb werden nur kurze, dafür aber starke Wasserimpulse abgegeben. Ziel ist es zum Einen die Verdunstung des Wasser zu minimieren und zum Anderen den Wasserschaden so gering wie möglich zu halten. Auch diese Vorgehensweise wurde umfangreich geübt. Neben dem richtigen Löschen wurde weiterhin das Verhalten bei einer Rauchgasexplosion, einem sogenannten Flash-over, geübt. Dabei kommt es schlagartig zu einer Durchzündung, bei der die Feuerwehrleute erheblichen Temperaturen ausgesetzt sind. Um sich dagegen zu schützen, wirft sich der Trupp auf die rechte Seite. Während des Fallens öffnet der Strahlrohrführe das Hohlstrahlrohr und stellt den Truppschutz ein. Das Wasser tritt nun aus dem Hohlstrahlrohr kegelförmig aus und legt sich schützend über den Trupp. Ausbilder Eickmann beschreibt das Hohlstrahlrohr als Hilfsmittel der Brandbekämpfung, dass die Lebensversicherung der eingesetzten Feuerwehrleute darstellt. Alles in allem waren die Übungsstunden wichtig, um im Hinblick auf einen möglichen Wohnungsbrand in Zukunft noch effektiver, schneller und bei einer Rauchgasdurchzündung besser geschützt zu sein. Schon seit dem Jahr 2007 werden die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehr Godshorn verstärkt in den Taktiken der modernen Brandbekämpfung ausgebildet. |

Wann
1. Dezember 2012
19:00 Uhr
Wo
Restaurant TROCADERO